Die Betriebsstruktur auf Hof Imhorst wird künftig aus mindestens drei Unternehmen bzw. Organisationen bestehen:

  1. Landwirtschaft
  2. Gewerbliches Aufbereitungs-, Verarbeitungs- und Vermarktungsunternehmen (Einzelunternehmen oder GbR
  3. Gemeinnützige Stiftung (die Stiftungserträge sind satzungsgemäß für Bildungs- und Naturschutzmaßnahmen einzusetzen)
 

Das Gesamtprojekt „Demeter Hof Imhorst“ stellt sich in der aktuellen Zielplanung wie folgt dar:

  1. Urproduktion (Landwirtschaft)

  • Arrondierte 26 ha Eigenland zzgl. mögliche 10 ha Pachtland
  • Neubau ca. 10.000 m² Gewächshausfläche, Schwerpunkt Salate, Tomaten und Gurken
  • Neuaufbau Feldgemüseanbau im größeren Stil
  • Anlage einer Fläche nach den Ideen der Market Garden Anbaumethode
  • Haltung einer Muttertierherde, kleiner Ziegenherde, Schweinehaltung in kleinem Umfang
  • Neuaufbau von Legehennen in Mobilstallhaltung mit Zweinutzungshühnern, ggf. Mast der Hähnchen
  • Perspektivisch Hinzupachtung weiterer Flächen und/oder Hofstellen oder Bildung nachbarschaftlicher Kooperationen zur Ausweitung der ökologischen Produktion
  • Ausbau regionaler Kooperationen in der Urproduktion

    2. Vertrieb und Handel (Gewerblich)

  • Aufbereitung, Verarbeitung und Vertrieb der eigenen Erzeugnisse aus der Urproduktion (pflanzlich und tierisch)
  • Zukauf und Vertrieb von Produkten anderer regionaler und überregionaler Öko-Betriebe
  • Ausbau der regionalen Kooperationen in der Vermarktung
  • Beibehaltung, eventuell Ausbau, der Vermarktung über den eigenen Marktstand
  • Ausbau der Vermarktungsstruktur über den Naturkost-Großhandel

In Prüfung:

  • Möglichkeiten der hofnahen bzw. Ab-Hof-Vermarktung
  • Lohn-Hofmosterei für Äpfel regionaler Kunden, eventuell Ausbau zu einer Spezialitäten-Mosterei
  • Ausbau der regionalen Fleischvermarktung
  • Aufbau einer SoLaWi (Solidarische Landwirtschaft)


    3. Bildung (Gemeinnützige Tätigkeit der Stiftung)

  • Schaffung eines Modellbetriebes für die ökologische, energieeffiziente und nachhaltige Produktion, Lagerung und Verarbeitung; Darstellung gegenüber Fachpublikum und Öffentlichkeit, Informationen zur Übertragung auf andere Betriebe und/oder Regionen
  • Auf- und Ausbau von Bildungsangeboten in den Bereichen Demeter/Bio-Landwirtschaft und Gartenbau, Ökologie, Ernährung, Stadt-Landverbindung
  • Auf- und Ausbau der Bezugsschaffung zum Land und zur ökologischen Produktion für städtisch lebende Menschen durch Führungen und Möglichkeiten der Mitarbeit
  • Belebung des ländlichen Raumes

  1. Neustrukturierung der landwirtschaftlichen Flächen u.a. durch Anlage von Hecken, Streuobstflächen, Wasserspeichern (Teichen)

  1. Weitere Ansätze und Ideen

  • Sozialtherapie: der Hof als Lebens- und/oder Therapieort für Menschen mit Begleitungsbedarf oder im Sabbatjahr
  • Schaffung eines Hof-Kindergartens
  • Schaffung von Angeboten für kleinere Familien- oder Firmenfeiern

Förderung

Die Ablösesumme für den Gärtnerhof Sandhausen ist noch in Verhandlung. Es ist absehbar, dass zwar der Umzug der Landwirtschaft und des Gewerbes durch diese Ablösesumme größtenteils möglich sein wird, jedoch die ökologischen, energetischen und nachhaltigen Zielen dieses Projektes damit nicht ausreichend finanzierbar sind. Um dieses und den Charakter eines ökologischen und nachhaltigen Modellbetriebs zu erreichen, ist, neben der Kapitalbeschaffung durch die Banken, eine Flankierung mit öffentlichen Fördermitteln notwendig. Erst mit der Realisierung dieses Gesamtkonzepts kann die Stiftung Hof Imhorst ihren gemeinnützigen Bildungsauftrag erfüllen.

Fördermittel sind notwendig für:

  • beraterische Tätigkeiten (z.B. Energiekonzept)
  • für landwirtschaftliche Investitionen (z.B. Gewächshaus, Stall, Solartraktor)
  • gewerbliche Investitionen (z.B. Verarbeitungsräume, Packhaus)
  • Umbau und Renovierung (z.B. Veranstaltungsräume, Wohnraum, energetisch)
  • die Umsetzung von Bildungsmaßnahmen.

Ein detaillierter Projektplan liegt vor.

Zeitplan

Aktuell befinden sich die Verträge zur Stiftungsgründung in Erarbeitung, die Verträge zur Ablösung des Gärtnerhofes Sandhausen sind in Verhandlung.

Die ersten 10ha werden zum 15.10.2020 auf den ökologischen Landbau umgestellt, weitere Flächen folgen im Herbst 2021.

Für die Bildung der Hofgemeinschaft werden noch interessierte und geeignete Personen gesucht. Eine Junglandwirtin lebt mit Ihrer Tochter bereits auf dem Hof. Nach Findung aller Personen sind die Unternehmen zu bilden.

Ziel ist es, den Betrieb des Gärtnerhofes Sandhausen zum Jahreswechsel 2021 auf 2022 auf Hof Imhorst umzuziehen und den gewerblichen Betrieb dort folgend schrittweise aufzunehmen.

Bis dato ist kein Maßnahmenbeginn erfolgt.